
Sollten wir Angst vor Bettwanzen haben?
Bettwanzen sind eine stille Plage, die immer mehr Reisende und Haushalte betrifft. Sie übertragen zwar keine Krankheiten, verursachen aber Juckreiz, Stress und einen Befall, der schwer zu beseitigen ist.
Bettwanzen verstehen
Was sind Bettwanzen ? Es handelt sich um kleine, braune Insekten, etwa so groß wie ein Apfelkern, mit ovalem Körper. Sie können weder fliegen noch springen, bewegen sich aber schnell.
Lebensweise : Sie ernähren sich ausschließlich von menschlichem Blut, meist nachts. Sie können mehrere Monate ohne Nahrung überleben.
Wo findet man sie ? Sie verstecken sich in Matratzen, Lattenrosten, Fußleisten, Möbeln, Koffern oder Kleidung.
Symptome : Es treten Stiche in Linien oder Gruppen auf der Haut auf, gefolgt von Juckreiz. Manchmal findet man auch Spuren auf Laken und kleine schwarze Pünktchen (ihre Kotspuren) auf Bettwäsche oder Möbeln.
Ihre Zunahme hängt mit vermehrtem Reisen und ihrer wachsenden Resistenz gegen Insektizide zusammen.
Ist der Jakobsweg von Bettwanzen betroffen ?
Pilger und Wanderer aus ganz Frankreich sind besonders gefährdet: Herbergen, Pensionen, Hotels und sogar öffentliche Verkehrsmittel können Brutstätten für Bettwanzen sein. Sauberkeit ist dabei kein entscheidender Faktor: Selbst blitzsaubere Unterkünfte können befallen sein.
Welche psychologischen und sozialen Folgen hat ein Bettwanzenbefall ?
Obwohl Bettwanzen keine Krankheiten übertragen, verursachen sie viel Stress, Schlaflosigkeit und oft auch soziale Isolation. Viele Menschen scheuen sich, darüber zu sprechen, aus Angst vor Stigmatisierung, obwohl es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt und nicht um mangelnde Hygiene der Betroffenen.
Praktische Tipps für Pilger und Reisende
1- Vor der Abreise:
- Packen Sie Ihre Kleidung möglichst in separate Fächer. (Ich persönlich verwende Plastiktüten, um meine Kleidung zu trennen.)
- Verwenden Sie Insektenschutzmittel (vorzugsweise ein Bio-Produkt wie Puressentiel oder Clako Bedbug, die auf pflanzlicher Basis hergestellt werden) und besprühen Sie regelmäßig die Außenseite Ihres Rucksacks und insbesondere die Innenseite (vor allem Ihre Schlafsachen).
2- Während Ihrer Reise:
- Überprüfen Sie bei Ankunft in jeder Unterkunft das Bett und die Matratze (Nähte, Bettgestell, Lattenrost).
- Stellen Sie Ihren Rucksack auf einen Stuhl oder Tisch, nicht auf den Boden oder das Bett.
- Vermeiden Sie es, Ihre Kleidung direkt auf das Bett zu legen.
3- Bei Verdacht auf Schädlingsbefall:
- Bewegen Sie befallene Gegenstände nicht, um die Ausbreitung von Schädlingen zu verhindern.
- Informieren Sie die Unterkunft, Ihre Familie, Freunde und Mitreisende.
- Waschen Sie Ihre Kleidung bei mindestens 60 °C und trocknen Sie sie bei hoher Temperatur.
- Wenn möglich, frieren Sie empfindliche Gegenstände (Textilien und kleine Accessoires) für 72 Stunden ein.
4- Zuhause angekommen:
- Untersuchen Sie Ihr Gepäck sorgfältig.
- Saugen Sie Ihre Koffer ab und waschen Sie Ihre Kleidung sofort nach der Ankunft.
- Bei einem bestätigten Befall kontaktieren Sie umgehend einen Schädlingsbekämpfer; dies ist oft unerlässlich, um Bettwanzen dauerhaft zu beseitigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Bettwanzen stellen ein zunehmendes Problem für Reisende dar, auch für diejenigen auf dem Jakobsweg. Wachsamkeit, Vorbeugung und schnelles Handeln sind entscheidend, um die Auswirkungen einzudämmen. Offen darüber zu sprechen und praktische Tipps auszutauschen, trägt dazu bei, das Tabu zu brechen und die Pilgergemeinschaft zu schützen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie Schritt für Schritt alle meine vom Himmel aus gesehenen Reiserouten .
Mehr bald ... Also abonnieren Sie die Seite hier .
Buen Camino !!! Lionel de Compostelle









